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Verband Deutscher Welsh Black Züchter und Halter e.V.

Welsh Black - Fleischrinder     robust - ruhig - schwer

Bundesjungtierschau 2011 der Welsh Black auf dem Schüttenhof in Lübberstedt

Mehrere Tausend Besucher, darunter auch der „XXL-Ostfriese“ Tamme Hanken und seine Frau Carmen, haben bei der Welsh Black-Bundesjungtierschau auf dem Schüttenhof in Lübberstedt die aufgetriebenen Färsen und Bullen bewundert. Mit Kennerblick begutachtete Tamme Hanken die schönen Schwarzen. "Die mag ich wohl leiden", sagte der aus der Fernseh-Doku auf N3 bekannte „Knochenbrecher“. Deutschlands bekanntester Tierchiropraktiker hatte zum Auftakt des Traditionsfestes auf dem Schüttenhof von Hermann und Marlene Maack gekonnt das erste Fass "Heidjer Pils" angestochen. "Ich weiß gar nicht, ob ich Euch "was davon abgeben soll. Eigentlich ist das ja meine Tagesration", scherzte der XXL-Ostfriese.
Im Rahmen des Schüttenhoftags, der immer am 1. Mai gefeiert wird, präsentierten die Welsh Black-Züchter ihre Bundesjungtierschau. Tamme Hanken und seine Frau Carmen beobachteten interessiert, wie Friedrich Averbeck, Abteilungsleiter Fleischrinder bei der Masterrind in Verden, fünf Bullen körte. Der Experte erläuterte dabei die Zuchtziele für die Rasse Welsh Black und erklärte allgemein verständlich die Vorzüge und Mängel der vorgestellten Tiere.
Alle im Schauring präsentierten Tiere wurden für das Herdbuch A gekört. Die beste Bewertung (8 8 7) erhielt der "Dorfknecht"-Sohn "Diamant" aus dem Stall von Hermann und Marlene Maack. Die zweitbeste Bewertung (7 8 7) gab es für den "Absinth"-Sohn "August" aus der Zucht von Rudolf Michaelis aus Rätzlingen.
Im Anschluß an die Körung wurden die aufgetriebenen Bullen in drei Gruppen gerichtet.
In der Gruppe der ältesten Tiere setzte sich der zweieinhalbjährige "Balu" vom englischen Bullen
"Benji" durch. Dieser sehr gut entwickelte Bulle stammt aus der Zucht von Dieter Wehebrink (Rahden).
Die zweite Gruppe dominierte der 13 Monate alte "Absinth"-Sohn "August". Franziska Michaelis siegte mit diesem genetisch hornlosen Bullen in einer stark besetzten Gruppe. Die letzte Gruppe wurde von den jüngsten Bullen gestellt. Mit "Diamant" setzte sich ein "Dorfknecht"-Sohn souverän an die Spitze.
Richter Klaus Hennigsen von der Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. kürte anschließend aus den Gruppensiegern bei den Bullen den Bundessieger: "Diamant" aus der Zucht von Hermann Maack.
Reservesieger wurde "August" vom Hof Michaelis in Rätzlingen. "Hermann und seine Bullen - das ist schon etwas besonderes", kommentierte Tamme Hanken das Ergebnis.
Die Färsen wurden in vier Gruppen gerichtet: In der Gruppe zwei bis dreijährigen Färsen gewann "Hilli" eine "Lonzo" Tochter aus der Zucht von
Torsten Rondtaler (Langwedel) vor "Kora" aus dem Stall Burchardt (Kloster Neuendorf). Nuancen entschieden in der zweiten Gruppe über die Plätze 1a und 1b. Schlussendlich hatte der Stall von Achim Vogt (Nenterhausen) mit "Halinka", einer Tochter des walisischen Bullen "Major", knapp die Nase vor "Ponny" von dem australischen Vererber "Delmi" aus der Zucht von Rudi Michaelis.
Die dritte Gruppe konnte "Anja", eine Tochter des Bundessiegers "Sammy" vom Schüttenhof, für sich entscheiden.
Spannend wurde es in der vierten Gruppe: Hier zeigte sich "Bernada" aus der Zucht von Jörg Hacke (Pieperhöfen) etwas besser in der Bewegung als "Palma" vom Stall Michaelis. Zur Bundessiegerin wurde die stark entwickelte "Halinka" vor der "Seppel" Tochter "Bernada" gekürt. Züchter Achim Vogt war überglücklich über diesen großen Erfolg: "Beharrlichkeit zahlt sich aus. Der Erfolg ist eine schöne Bestätigung für meine Zucht", sagte der Züchter aus Hessen.
"Die Bundesjungtierschau im Rahmen des Schüttenhoftages ist immer eine tolle Veranstaltung. Familie Maack hat wieder alles großartig organisiert", lobte der Bundesvorsitzende der Deutschen Welsh Black-Züchter, Hans Stucke.

Emily Weede