welshblack.de, Logo des VDWB

Verband Deutscher Welsh Black Züchter und Halter e.V.

Welsh Black - Fleischrinder     robust - ruhig - schwer

Sommertreffen 2011

Sommertreffen der Welsh Black Züchter auf dem Cattle House Betrieb® bei Familie Knobloch

Am 28.08.2011 um 10:00 Uhr trafen sich wie jedes Jahr die Welsh Black Züchter vom Verband Deutscher Welsh Black Züchter und Halter e.V. zum Sommertreffen.

Aus dem sogenannten Züchterstammtisch wurde im Laufe der Jahre das Welsh Black Sommertreffen . Dieses Mal fand es in Hambühren bei der Welsh Black Züchterfamilie Knobloch aus Hambühren statt. Getroffen haben sich alle auf dem idyllischen Lüßmann’s Hof im alten Dorfkern von Hambühren. Der Lüßmann’s Hof bietet eine tolle Bewirtung, mit leckerer Küche hinter alten Mauern.

Viele Gruppen, auch Radwanderer machen gerne auf Ihrer Durchreise auf dem Hof der Familie Lüßmann Rast. So wurden wir dort zunächst mit Kaffee und Brötchen empfangen. Im Anschluss daran erklärte Thomas Knobloch das Programm. Später durften dann alle Züchter noch die reichhaltige und leckere Radfahrervesper am Büfett genießen. Zum Auftakt hatte sich Herr Fricke aus Hambühren bereit erklärt seine Hereford Rinderherde vorzustellen. Mit über 30 Tieren, eine ansehnliche Herde. Danach war die Besichtigung der Biogasanlage vom Betrieb Torben Müller in Hambühren vorgesehen.

Im Anschluss daran, dann endlich die CATTLE HOUSE® Welsh Black Herde der Familie Knobloch. Dann der Ausklang bei warmen Butterkuchen vom Blech und Caffe im alten Backhaus der Familie Fricke. Zur Hereford Rinderherde von Herrn Ernst Heinrich Fricke, fuhren wir in das „Wietzer Bruch“ (Umgangssprachlich unter den örtlichen Bauern heißt es "Wir fahren ins Bruch") Herr Fricke erklärte die Geschichte des Bruches und stellte im Anschluss seine Herde vor. Die Welsh Black Züchter, waren wie immer wenn sie Kühe sehen die nicht Pech schwarz sind, zunächst skeptisch. Im Verlaufe der Vorstellung durch Herrn Fricke, wurden dann aber doch alle Anwesenden schnell warm mit den „Rot- weißen“. Alles in Allem war es dann doch spannend bei Züchterkollegen einer anderen Rasse in die Küche zu gucken. Dementsprechend konnte man einige Anwesende dabei beobachten wie genau sie die Proportionen der Hereford Kühe inspizierten und mit ihren eigenen Tieren verglichen.

Im Anschluss daran, ging es zu der Biogasanlage von Torben Müller. Für alle Anwesenden war es sehr interessant vor Ort eine Anlage zu besichtigen. Vor allem Fragen wie Motorgrößen, Leistung, und Vergütungen für den „Grünen Strom“ wurden hinterfragt. Torben Müller beantwortete alle Fragen kompetent und geduldig. Sichtlich mit vielen Eindrücken und Gedanken im Kopf, verließen alle gemeinsam die Biogasanlage. In Richtung des Welsh Black Zuchtbetriebes der Familie Knobloch. Cattle – House ist eine geschützte Marke. Sie steht für eine natürliche extensive Haltung der Tiere. Familie Knobloch legt großen Wert darauf, dass die Tiere gesund und unter absolut natürlichen Bedingungen gehalten werden. Das bedeutet keinerlei Wachstumsbeschleuniger oder Chemische Zusätze oder ähnliches. Die Tiere werden als Robustrasse ganzjährig im freien gehalten. Sie haben zwar alle einen Offenstall, in dem sie Zuflucht suchen können, aber oftmals halten sich die Tiere auch bei bitterer Kälte dennoch gerne im freien auf. Die Tiere bekommen Gras, Heu und Silage zu fressen. Auch dieses Futter, wird von heimischen Weiden gewonnen. Familie Knobloch startet im Oktober 2011 erstmalig im Raum Hambühren / Kreis Celle mit der Vermarktung von erstklassigem Rindfleisch. Wer sich etwas davon sichern möchte, sollte sich schnell auf die Liste setzen lassen. Denn Erfahrungsgemäß ist das Fleisch zu günstigen Konditionen direkt vom Erzeuger schnell verteilt. Alle Züchter waren sich einig, dass die Herde der Familie Knobloch einen akkuraten entspannten Eindruck machte. Die Tiere waren allesamt sehr gut beieinander, und weitere Kühe warten auf die Geburt Ihrer Kälber. Zwei kleine sprangen bereits in der Herde umher. Attila (Ein kleiner Bulle) und Julchen (Eine kleine Kuh).

An einem herrlichen Spätsommertag ließen wir den Nachmittag im alten Backhaus der Familie Fricke ausklingen. Der Heimatverein Hambühren veranstaltet 3 Mal im Jahr einen Backtag. In einem alten Lehmofen aus dem Jahr 1822 wurde Butterkuchen und Brot gebacken. Die fleißigen und unermüdlichen Damen vom Heimatverein servierten uns warmen Butterkuchen und frischen Kaffee. Herr Fricke zeigte und erklärte den Anwesenden das Backhaus und das Bienenhaus, nebst allen antiken und historischen Utensilien, wie Bienennetze, Tabak, und die Bienenkörbe. Sichtlich beeindruckt, satt und glücklich haben alle Hambühren mit dem Gedanken wir kommen wieder, verlassen. An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass einige Züchter sogar aus Unna den weiten Weg gemacht haben um an dem Sommertreffen in Hambühren teilzunehmen.

Thomas Knobloch