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Verband Deutscher Welsh Black Züchter und Halter e.V.

Welsh Black - Fleischrinder     robust - ruhig - schwer

Welsh Black- Jungzüchter im Trainingslager

Ausmisten, intensives Führtraining, wenig Schlaf, massenhaft Spaß und viele neue Bekanntschaften- das waren die Themen, mit denen sich sechs unserer Welsh Black- Jungzüchter am diesjährigen Himmelfahrtswochenende beschäftigt haben. Vom 17. bis 19. Mai 2012 fand für alle Jungzüchter des Gebiets der Masterrind GmbH unter Federführung von Timo Heimsoth und Friederike Brockmann in der Niedersachsenhalle in Verden das Trainingslager Fleischrind statt. Neben 39 weiteren Jungzüchtern verschiedenster Rassen nahmen die Welsh Black- Jungzüchter Jan (11 Jahre) und Wiebke (12 Jahre) Janssen mit den Rindern April und Angel, Torben (12 Jahre) und Alexander (16 Jahre) Mahnken mit dem Rind Bonita und dem Jungbullen Marley, Sophie Peters (13 Jahre) mit dem Rind Premiere sowie Christoph Tittel (15 Jahre) mit dem Rind London teil.
Am ersten Tag stand nach der Anreise zunächst das Waschen und Stylen der Tiere auf dem Programm. Anschließend mussten die Jungzüchter die Gewichte von 10 verschiedenen Rindern schätzen. Dies ist eine sehr wichtige Übung für angehende Züchter. Am zweiten Tag wurde unter anderem die Besamungsstation der Masterrind GmbH in Verden besucht. Es konnte beim Absamen der Bullen zugeschaut und der Bullenstall besichtigt werden. Auch ein Milchviehbetrieb mit Melkroboter wurde begutachtet. Auf dem Trainingsplan standen an diesem Tag Führen, Beurteilen und Rangieren. In kleinen Gruppen wurde mit den Jungzüchtern das richtige Vorführen auf der Schau geübt. Neben der korrekten Strickhaltung und dem exakten Aufstellen des Tieres, wurde erläutert, was die einzelnen Handzeichen des Richters bedeuten und worauf der Richter ganz besonders achtet. Beurteilt werden mussten von den Jungzüchtern eine Charolaisfärse als Vertreterin der intensiven Rassen sowie eine Welsh Black- Färse als Vertreterin der extensiven Rassen. Nachdem Timo Heimsoth und Friederike Brockmann von beiden Rassen je ein Tier vorbeurteilt und erklärt hatten, worauf hauptsächlich zu achten ist, mussten die Jungzüchter ihre eigene Benotung für Typ, Bemuskelung und Skelett festlegen. Für das Rangieren wurden vier Angusrinder in den Ring geführt. Diese mussten die Jungzüchter der Qualität nach in die richtige Reihenfolge bringen. Der letzte Tag war der Tag des Vorführwettbewerbs. Nachdem vormittags noch einmal alle Tiere auf Hochglanz gebracht wurden, ging es direkt nach dem Mittagessen mit der Schau los. Es wurde in drei Altersabteilungen gerichtet, wobei diese noch mal in Untergruppen mit je drei bis fünf Jungzüchtern unterteilt waren. Trotz der Aufregung und des Lampenfiebers gaben sich die Jungzüchter ausnahmslos die größte Mühe ihre Tiere bestmöglich zu präsentieren. Die Richter hatten es oft nicht einfach die Platzierungen festzulegen, da alle Jungzüchter sehr viel Können an den Tag legten. Dieses macht den Erfolg und die Qualität des Trainingslagers deutlich.
Als Abschluss fand die große Siegerehrung statt. In der Abteilung der Jungzüchter im Alter von neun bis elf Jahren gewann Jan Janssen mit seinem Rind April nicht nur in seiner Gruppe, auch im Endausscheid aller jungen Gruppensieger hatte er die Nase vorn. Jan und April sind schon seit längerer Zeit ein Team und konnten die Richter Timo Heimsoth und Sina Langhorst durch eine rundherum hervorragende Vorstellung für sich gewinnen. Im Tierbeurteilungswettbewerb konnte Jan ebenfalls viel Wissen und Fachverstand vorweisen und trug auch hier den ersten Platz der jüngsten Jungzüchter davon. Damit nicht genug konnte Jan außerdem noch beim Schätzen der Tiergewichte den dritten Platz in seiner Altersgruppe für sich sichern. In der mittleren Abteilung der Jungzüchter im Alter von 12 bis 15 Jahren konnte Wiebke Janssen im Vorführwettbewerb den zweiten Platz mit ihrem Rind Angel belegen. Das Paar wirkte sehr harmonisch und Wiebke hatte stets Blickkontakt zu den Richtern. Im Tierbeurteilungswettbewerb bewies Wiebke ein gutes Züchterauge und kam in ihrer Abteilung auf den zweiten Platz. In dieser Abteilung starteten auch Torben Mahnken und Sophie Peters. Torben konnte im Vorführwettbewerb einen verdienten dritten Platz erlangen. Sein Rind Bonita macht es ihm nicht leicht, sodass er sein Geschick im Umgang mit Rindern unter Beweis stellen konnte. Des Weiteren konnte Torben beim Schätzen der Rindergewichte den dritten Platz belegen. Sophie und Premiere sicherten sich in ihrer Gruppe einen guten dritten Platz. Obwohl die beiden sich nicht immer einig waren, konnte die wettbewerbserfahrene Sophie ihr Rind überzeugen und besonders das Aufstellen des Tieres klappte sehr gut. In der Abteilung der ältesten Jungzüchter von 16 bis 22 Jahren belegte Christoph Tittel mit London in seiner Gruppe im Vorführwettbewerb den dritten Platz. Das Gespann zeigte eine sehr schöne Runde mit viel Einigkeit. Besonders erfolgreich war Christoph im Rangierwettbewerb. Hier konnte er sich über den ersten Platz vor allen anderen Jungzüchtern der ältesten Gruppe freuen und demonstrierte so sein herausragendes Fachwissen. Alexander Mahnken holte mit seinem Jungbullen Marley eine sehr gute dritte Platzierung. Das Paar hatte einen großen Lernerfolg während des Trainingslagers zu verzeichnen und von anfänglichen Schwierigkeiten war während des Wettbewerbs nichts mehr zu merken. Im Tierbeurteilungswettbewerb legte Alexander viel Wissen an den Tag und belegt bei starker Konkurrenz den dritten Platz in seiner Altersabteilung.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass sich unsere Welsh Black- Jungzüchter und ihre Tiere im Trainingslager hervorragend geschlagen haben. Diese Tatsache spricht absolut für sich und lässt hoffen im Hinblick auf weitere Wettbewerbe in diesem Jahr- vornehmlich den Bundesjungzüchterwettbewerb im Juni in Sachsen Anhalt.

Franziska Michaelis