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Verband Deutscher Welsh Black Züchter und Halter e.V.

Welsh Black - Fleischrinder     robust - ruhig - schwer

Welsh Black Züchtertreffen Schleswig-Holstein 2014 auf der Hallig Langeness

Welsh Black Züchtertreffen Schleswig-Holstein 2014 auf
der Hallig Langeness
Am 12. Oktober 2014 um 10 Uhr trafen sich 32 Welsh
Black Züchter, um mit der Fähre Hilligenleibei
strahlendem Sonnenschein durchs Weltnaturerbe
Wattenmeer zur Hallig Langeness zu fahren. Unterwegs
erklärte und zeigte der Kapitän uns einige
Besonderheiten der Halligen und des Wattenmeeres.
Vor Langeness fuhren wir an einer Sandbank vorbei, auf
der etwa 50 Seehunde lagen. An der Anlegestelle
wurden wir von Malte Karau und Sven Dammann von
der Wattenhof GbR empfangen und zum****Hotel
"Anker´s Hörn" auf der Mayenswarft gefahren. Dort gab
es zuerst einen Begrüßungstrunk auf der Terrasse und
wir konnten bei bestem Wetter übers Wattenmeer bis
zu den umliegenden Inseln Föhr und Amrum gucken.
Nachdem wir eine Weile gefachsimpelt haben, gab es
ein excellentes Mittagsmahl mit Büffett und diversen
Fleischsorten vom Grill. Bei der anschließenden
Herdenbesichtigung sahen wir uns erst die Gruppe mit
dem Zuchtbullen und Kühen mit Bullenkalb auf den
Salzwiesen der Hallig an. Danach die Gruppe mit den
weiblichen Tieren, die auf den WWF-Flächen im
Halligprogramm laufen. Malte Karau erklärte uns
während der Führung die Besonderheiten der
Rindviehhaltung auf der Hallig. Die Salzwiesen sind
durch viele kleine Gräben durchzogen, die allerdings
Meerwasser enthalten, so dass die Tiere separat mit
Wasser versorgt werden müssen. Da nicht nur im
Winter etwa 20mal Landunter ist, sondern auch im
Sommerhalbjahr Überflutungen auftreten, müssen die
Tiere schnell auf die sicheren Warften geholt werden
können. Deswegen haben Malte und Sven sich für die
Welsh Black -robust, ruhig und schwer -entschieden.
Manchmal hat man nur wenig Zeit, um die Tiere vor
einer Sturmflut zu schützen. Das Winterfutter wird auf
der Hallig gemacht, das Stroh muss komplett mit der
Fähre vom Festland geholt werden, da auf der Hallig
kein Ackerbau möglich ist. Der Betrieb hat 114 ha und
zurzeit etwa 50 Tiere, das Fleisch wird zu 100% direkt
vermarktet. Anschließend saßen wir wieder gemütlich
auf der Terrasse vom "Anker´s Hörn" bei Kaffee und
einem Riesenstück Torte. Die Züchter, die an diesem
Tag noch nach Hause wollten, wurden bei Flut über den
Lorendamm durch die Nordsee gefahren. Das
spiegelglatte Meer war nur wenige cm unter unseren
Schienen. In der Abenddämmerung konnte man von
den umliegenden Halligen nur die Warften mit den
Häusern im Meer erkennen. Für die Züchter, die noch 1
bis 2 Tage länger blieben,wurde von der einheimischen
Laienspielgruppe "Halieen" extra noch einmal das Stück
"Völlig unschuldig" aufgeführt und anschließend noch
bis Mitternacht feuchtfröhlich zusammengesessen. Am
nächsten Tag konnten wir so noch weiter die Ruhe der
Hallig und der Halligbewohner erleben.
Beirat Schleswig